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Anlage für Energiebewusste

Rotenburg. (fo). Für Kapitalanleger und Sparer, die nach sinnvollen Objekten suchen, die auch noch der Umwelt dienen, haben die Stadtwerke Rotenburg und die Bremische Volksbank eine interessante Offerte. Mit dem Rotenburger Solar-Sparbrief  (RSS) haben Interessenten die Möglichkeit, in Photovoltaikanlagen, die innerhalb des Stadtgebiets installiert werden, zu investieren.

Wer den Solar-Sparbrief nutzen will, kann bis zu 25.000 Euro anlegen. 1.000 Euro müssen mindestens eingezahlt werden. Die Laufzeit des Vertrags beträgt zehn Jahre. Dafür werden 3,2 Prozent Zinsen angerechnet, die jährlich ausgezahlt werden. Zusätzliche Kosten oder Gebühren gebe es nicht.

"Die Nachfrage unserer Kunden nach Investitionsmöglichkeiten in erneuerbare Energien ist da. Aber sicher sollen sie sein. Der Solar-Sparbrief ist so sicher wie das Sparbuch“, garantiert Hansjörg Eggers, Geschäftsstellenleiter der Bremischen Volksbank in Rotenburg. Die Gemeinschaftsinitiative entspreche ganz dem Leitbild ("Gemeinsam etwas erreichen“) der Genossenschaftsbank. "Zusammen mit den Bürgern und den Stadtwerken wollen wir einen regionalen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz leisten und ein Zeichen setzen.“

Warum diese Kapitalanlage besonders nachhaltig sei, erläutert Reinhard David, Geschäftsführer der Stadtwerke: "Das Geld der Anleger wird eins zu eins für die Installation von Photovoltaikanlagen auf öffentlichen Gebäuden in Rotenburg genutzt.“ Das sei vor allem für Sparer interessant, die schon immer in erneuerbare Energien investieren wollten, aber entweder keine geeignete Dachfläche zur Installation einer Solaranlage besitzen und/oder das Risiko der Eigenfinanzierung scheuten. Die Anlagen werden von den Stadtwerken installiert und auch betrieben.

Den Kunden werde nicht nur eine sichere Kapitalanlage angeboten, sondern sie leisteten darüber hinaus auch einen aktiven Beitrag für die Umwelt. Laut Werbeprospekt wird der Kauf von der BUND-Ortsgruppe Rotenburg empfohlen. "Wir bieten einen klaren Weg, den Kunden, die eine sinnvolle Anlagemöglichkeit suchen, mitgehen können.“

Stadtwerke und Volksbank haben sich für Photovoltaikanlagen entschieden, da diese am einfachsten zu realisieren seien. "Beispielsweise werden für die Errichtung einer Windkraftanlage volle sechs Planungsjahre benötigt“, erläutern David und Eggers. "Jetzt sammeln wir erst einmal Geld und könnten im nächsten Jahr schon die erste Anlage installieren.“

Der Sparbrief ist eine Vor-Ort-Investion. Das heißt: Für die Installation der Solaranlagen sind beispielsweise Rotenburger Schulen, die Feuerwehr, das Ronolulu und Gebäude der Stadtwerke vorgesehen. "Das unternehmerische Risiko tragen wir“, sagt der Stadtwerke-Geschäftsführer. Im Falle einer Beschädigung, eines technischen Defekts oder anderweitiger Betriebsstörungen bleibt das Geld der Anleger unangetastet.

Die Rotenburger Solarinitiative (Rosi) installiert und betreibt bereits erfolgreich Bürgersolaranlagen in der Kreisstadt (siehe www.rotenburger-rundschau.de). Stadtwerke und Volksbank sehen sich aber keineswes als Konkurrenten der Gruppe an. "Der Unterschied von Rosi zu unserem Projekt ist, dass die privaten Investoren das volle finanzielle Risko tragen“, sagt Eggers. "Mit dem RSS bieten wir eine sichere Kapitalanlage mit fest vereinbarten Konditionen, die es, von einigen größeren Städten einmal abgesehen, in der Form noch nicht gegeben hat.“

Die spannende Frage, die sich die Initiatoren erwartungsvoll stellen, lautet: "Trifft unser Modell den Nerv der Bürger? Die Entwicklung lässt sich noch nicht abschätzen. Wenn eine Summe von 500.000 Euro zusammengekommen ist, werden wir uns noch einmal zusammensetzen und besprechen, ob und wie es weitergeht.“

Weitere Informationen über das Projekt gibt es bei der Bremischen Volksbank unter Telefon 04261/7010 und bei den Rotenburger Stadtwerken unter Telefon 04261/6750. Dort liegen auch Flyer mit Anmeldeformularen aus.

© Rotenburger Rundschau GmbH & Co. KG

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