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"Energiewende nicht zum Nulltarif"

Bundestagsabgeordneter Reinhard Grindel besucht im Rahmen seiner Sommertour die Stadtwerke

Neben David standen auch leitende Stadtwerke-Mitarbeiter Grindel Rede und Antwort. „Wir sind heute mit so einer starken Mannschaft vertreten, um zu zeigen, dass uns viele Themen am Herzen liegen‘, sagte Reinhard David zu Beginn der Diskussion. Aber auch Reinhard Grindel wurde von CDU-Politikern aus dem Landkreis begleitet.

Eines der beherrschenden Themen des Vormittags war der befürchtete Anstieg der Strompreise im Zuge des Ausstiegs aus der Atomenergie. „Die Energiewende gibt es nicht zum Nulltarif“, erklärte Reinhard David. Da stimmte ihm auch der Bundestagsabgeordnete zu: „Der Ausstieg bis 2022 ist ein sehr ambitioniertes Programm und das wird teuer. Das müssen die Menschen wissen.“ Hier seien auch die Kanzlerin und der Umweltminister gefragt. Aber nicht nur finanzielle Einschränkungen müssten in Kauf genommen werden, auch die Landschaft werde sich im Zuge der Investitionen in erneuerbare Energien verändern, merkte Hartmut Leefers von der CDU in Waffensen an. Denn nun würden vermehrt Windkraft- und Biogasanlagen gebaut. Dem konnte der Bundestagsabgeordnete nur zustimmen. „Die Bevölkerung wird auch von der Veränderung der Landschaft betroffen sein“, warnte Grindel.

Im Zuge der Diskussion machte Hermann Dodenhof, kaufmännischer Leiter bei den Stadtwerken, auf den hohen Verwaltungsaufwand aufmerksam, der aus Forderungen der Bundesnetzagentur (zuständig für Elektrizität. Gas. Telekommunikation. Post und Eisenbahnen) herrühre. „In der Politik wird immer von Bürokratieabbau gesprochen. Wir merken da gar nichts von.“ So zögen die verschiedenen Energiewenden vielfach neue Paragraphen nach sich, die im täglichen Geschäft beachtet werden müssten. „Die Bundesnetzagentur verselbständigt sich langsam aber sicher“, stimmte auch Reinhard David zu. Dies sei vor allem den politischen Entwicklungen und all jenen, die sich zu sehr aus den Töpfen bedienten geschuldet. ergänzte Grindel. Dennoch versprach der CDU-Politiker zum Abschluss des Gesprächs, sich für einfachere und schnellere Abläufe ein zusetzen. • ban

Rotenburger Kreiszeitung vom 05.08.2011

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